Partizipation: Partizipative Prozesse gestalten
Gemeinsam zukunftsfähige Lösungen entwickeln
In anspruchsvollen Veränderungsvorhaben gibt es oft keine einfachen, schnellen Lösungen, die wirklich funktionieren. Es braucht den Einbezug der relevanten Interessengruppen und kreative Prozesse, um Ansätze zu entwickeln, die wirksam sind und breit getragen werden.
Wir bieten professionelle Unterstützung bei der Gestaltung und Umsetzung von partizipativen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Dadurch verbessert sich die bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie auch die Identifikation mit dem Vorhaben oder der Organisation.
So gehen wir es gemeinsam mit Dir an:
- Kennenlernen & Auftragsklärung: In einem ersten kurzen Gespräch lernen wir uns kennen und schaffen ein gemeinsames Verständnis von der Ausgangslage und Fragestellung. Wir stecken den Rahmen für die ersten Schritte im Prozessdesign ab.
- Kernteam & Zielgruppenanalyse: Wir überlegen, wer die relevanten Personengruppen sind und wie sie in den Prozess involviert werden sollen. Wir stellen ein Kernteam zusammen, das den Prozess gestaltet, strukturiert und leitet.
- Prozessdesign: Im Kernteam entwickeln wir gemeinsam das Prozessdesign von der Fragestellung, die die Menschen zusammenbringt über die Einladung bis zur Umsetzung der entwickelten Lösung sowie der Auswertung des partizipativen Prozesses. Dabei bringen wir unsere Erfahrung zu Praktiken und Methoden ein, um Menschen in kreativen Austausch zu bringen. Unter anderem nutzen wir Art of Participatory Leadership.
- Vorbereitung: Wir überprüfen mit euch, was es neben dem Prozessdesign für eine erfolgreiche Umsetzung braucht: z. B. Auf- oder Ausbau der Moderationskompetenz im Team oder ein passendes Kommunikationskonzept.
Partizipative Prozesse gestalten und umsetzen
Für einen erfolgreichen partizipativen Prozess braucht es einen gut strukturiertes Vorgehen und ein Team, dass den Prozess halten und umsetzen kann. Wir unterstützen euch beiden Phasen je nach Bedarf:
Wir schauen mit Dir, was es dazu genau braucht von der Einladung, über Workshopformate und Methoden bis zur Ernte und Umsetzung.
Was sollte man über Partizipation und das Design partizipativer Prozesse wissen?
Was ist Partizipation?
Partizipation ist ein zentrales Konzept in vielen gesellschaftlichen Bereichen und bedeutet im Kern die aktive Beteiligung, Mitwirkung oder Mitbestimmung von Menschen an Entscheidungen und Prozessen, die ihr eigenes Leben oder das der Gemeinschaft betreffen.
Stufen der Beteiligung: Partizipation ist kein «Alles oder Nichts»-Konzept, sondern findet in unterschiedlichem Umfang statt. Oft wird dies als sogenannte «Partizipationsleitern» dargestellt:
- Information: Die unterste Stufe, bei der die Betroffenen lediglich informiert werden.
- Konsultation: Die Betroffenen werden um ihre Meinung oder Ideen gebeten, die Entscheidungshoheit bleibt aber bei den Verantwortlichen.
- Kooperation/Mitgestaltung: Die Betroffenen arbeiten aktiv mit den Verantwortlichen zusammen, um Lösungen zu entwickeln.
- Mitbestimmung/Selbstverwaltung: Die Betroffenen übernehmen einen Grossteil der Entscheidungsbefugnis und Verantwortung.
Systemische Perspektive: Aus systemischer Sicht ist Partizipation ein Weg, die Komplexität von Organisationen, Institutionen oder Gemeinden zu managen. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven, Bedürfnisse und Kompetenzen zu integrieren und so die «Intelligenz des Systems» zu nutzen, um tragfähige Lösungen zu finden, die von einer breiten Basis getragen werden.
Wann sollte man einen partizipativen Prozess gestalten?
Partizipation ist immer dann wichtig, wenn:
- Aus eine Vielfalt an Bedürfnissen, Interessen und Erwartungen eine gemeinsame Richtung entstehen soll und
- Das freiwillige Engagement der Menschen für die erfolgreiche Umsetzung wichtig ist.
Das ist alles andere als einfach. Man muss sich auf gemeinsame Ziele und Vorgehen einigen und überlegen, wie man mit bleibenden Unterschieden umgeht.
Gelingt dies, entsteht oft etwas, das über das zu erreichende gemeinsame Ziel hinausgeht: Vertrauen, ein tieferes Verständnis für die Perspektiven anderer und ein tieferes Verständnis darüber, wie man im Team, der Organisation oder der Initiative in begrenzter Zeit zu tragfähigen Entscheidungen kommt.
Was sind typische Anwendungsfälle für partizipative Prozesse?
Beispiele für Prozesse mit verschiedenen Formen der beteiligung sind:
- Bürgerbeteiligung: Neugestaltung eines öffentlichen Parks mit den Anwohnerinnen und Anwohnern
- Partizipative Schule: Erarbeitung einer gemeinsamen pädagogischen Haltung mit den Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen eine Schule
- Organisationsentwicklung: Einbindung von Mitarbeitenden in die Erarbeitung einer neuen Strategie oder Organisationsstruktur
- Kommunale Beteiligung: Erarbeitung von Konzepten für die nachhaltige Stadtentwicklung in Bürgerversammlungen.
- Gemeindeentwicklung: Eine Zukunftswerkstatt zur Entwicklung von Ideen für eine lebenswerte Zukunft einer Gemeinde
Auf was sollte man bei der Gestaltung und der Umsetzung von partizipativen Prozessen achten?
Partizipation ist kein Selbstzweck, sondern ein wirksames Werkzeug für nachhaltigen Wandel. Wichtig sind eine zum Anliegen passende und klare Struktur und die Beachtung bestimmter Prinzipien. Parizipative Prozesse erfordern darum eine sorgfältige Planung, Transparenz und die passende Haltung.
- Vorbereitung: Anliegen, Erwartungen und Ziele festlegen, Gestaltungsspielräume klären, Rahmenbedingungen und Spielregeln definieren, Ressourcen festlegen und die relevanten Akteure einbeziehen.
- Durchführungsphase: Offenheit und Vertrauen aufbauen, Design und Methoden anpassen, Konflikte sichtbar machen und nutzen,
- Nachbereitungsphase: Das Erarbeitete wertschätzen, Ergebnisse sichern, Transparenz über die Entscheidungen schaffen,

