Führung und Führungsentwicklung
Selbstführung, Orientierung geben und Entscheiden
Führung hat einen grossen Einfluss auf den Erfolg einer Organisation. Wenn Mitarbeitende Gestaltungsspielraum sehen und Verantwortung übernehmen können, werden sie ihren Beitrag zum Erfolg leisten.
Doch Führung ist ein komplexes Geschehen. Welche Art von Führung braucht es wann? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Wir machen uns mit Dir auf den Weg zu einem passenden Führungsverständnis.
Auf dem Weg zu einer Antwort, orientieren wir uns an sehr konkreten Fragen:
- Selbstführung: Wie beeinflussen meine eigenen Wünsche, Erwartungen und Unsicherheiten meine Entscheidungen?
- Eigenverantwortung: Wie schaffe ich einen Rahmen, in dem Mitarbeitende Verantwortung übernehme, entscheiden und lernen?
- Zielerreichung: Wie trage ich dazu bei das mein Team oder meine Organisation die gesetzten Ziele erreicht?
- Verbindlichkeit: Wie sorge ich für Verbindlichkeit unserer Entscheidungen ohne berechtigte Einwände zu ignorieren?
- Reflexion: Wie kann ich mich von der Vorstellung der heroischen Führungsperson verabschieden und trotzdem wirksam führen?
Was möchtest Du morgen besser können als heute?
Wir unterstützen dich dabei, deine Kompetenzen auszubauen:
Was sollte man über Partizipation und das Design partizipativer Prozesse wissen?
Was ist Partizipation?
Partizipation ist ein zentrales Konzept in vielen gesellschaftlichen Bereichen und bedeutet im Kern die aktive Beteiligung, Mitwirkung oder Mitbestimmung von Menschen an Entscheidungen und Prozessen, die ihr eigenes Leben oder das der Gemeinschaft betreffen.
Stufen der Beteiligung: Partizipation ist kein «Alles oder Nichts»-Konzept, sondern findet in unterschiedlichem Umfang statt. Oft wird dies als sogenannte «Partizipationsleitern» dargestellt:
- Information: Die unterste Stufe, bei der die Betroffenen lediglich informiert werden.
- Konsultation: Die Betroffenen werden um ihre Meinung oder Ideen gebeten, die Entscheidungshoheit bleibt aber bei den Verantwortlichen.
- Kooperation/Mitgestaltung: Die Betroffenen arbeiten aktiv mit den Verantwortlichen zusammen, um Lösungen zu entwickeln.
- Mitbestimmung/Selbstverwaltung: Die Betroffenen übernehmen einen Grossteil der Entscheidungsbefugnis und Verantwortung.
Systemische Perspektive: Aus systemischer Sicht ist Partizipation ein Weg, die Komplexität von Organisationen, Institutionen oder Gemeinden zu managen. Sie ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven, Bedürfnisse und Kompetenzen zu integrieren und so die «Intelligenz des Systems» zu nutzen, um tragfähige Lösungen zu finden, die von einer breiten Basis getragen werden.
Wann sollte man einen partizipativen Prozess gestalten?
Partizipation ist immer dann wichtig, wenn:
- Aus eine Vielfalt an Bedürfnissen, Interessen und Erwartungen eine gemeinsame Richtung entstehen soll und
- Das freiwillige Engagement der Menschen für die erfolgreiche Umsetzung wichtig ist.
Das ist alles andere als einfach. Man muss sich auf gemeinsame Ziele und Vorgehen einigen und überlegen, wie man mit bleibenden Unterschieden umgeht.
Gelingt dies, entsteht oft etwas, das über das zu erreichende gemeinsame Ziel hinausgeht: Vertrauen, ein tieferes Verständnis für die Perspektiven anderer und ein tieferes Verständnis darüber, wie man im Team, der Organisation oder der Initiative in begrenzter Zeit zu tragfähigen Entscheidungen kommt.
Was sind typische Anwendungsfälle für partizipative Prozesse?
Beispiele für Prozesse mit verschiedenen Formen der beteiligung sind:
- Bürgerbeteiligung: Neugestaltung eines öffentlichen Parks mit den Anwohnerinnen und Anwohnern
- Partizipative Schule: Erarbeitung einer gemeinsamen pädagogischen Haltung mit den Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen eine Schule
- Organisationsentwicklung: Einbindung von Mitarbeitenden in die Erarbeitung einer neuen Strategie oder Organisationsstruktur
- Kommunale Beteiligung: Erarbeitung von Konzepten für die nachhaltige Stadtentwicklung in Bürgerversammlungen.
- Gemeindeentwicklung: Eine Zukunftswerkstatt zur Entwicklung von Ideen für eine lebenswerte Zukunft einer Gemeinde
Auf was sollte man bei der Gestaltung und der Umsetzung von partizipativen Prozessen achten?
Partizipation ist kein Selbstzweck, sondern ein wirksames Werkzeug für nachhaltigen Wandel. Wichtig sind eine zum Anliegen passende und klare Struktur und die Beachtung bestimmter Prinzipien. Parizipative Prozesse erfordern darum eine sorgfältige Planung, Transparenz und die passende Haltung.
- Vorbereitung: Anliegen, Erwartungen und Ziele festlegen, Gestaltungsspielräume klären, Rahmenbedingungen und Spielregeln definieren, Ressourcen festlegen und die relevanten Akteure einbeziehen.
- Durchführungsphase: Offenheit und Vertrauen aufbauen, Design und Methoden anpassen, Konflikte sichtbar machen und nutzen,
- Nachbereitungsphase: Das Erarbeitete wertschätzen, Ergebnisse sichern, Transparenz über die Entscheidungen schaffen,